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E-Mail-Bewerbung: Kurz und knapp oder Copy and Paste?

Die E-Mail ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Die klassische Briefpost wird mehr und mehr von der digitalen Kommunikation verdrängt. Kein Wunder, dass die E-Mail auch bei Bewerbungen zum Standard zählt – und der postalischen Bewerbung oder der Bewerbung über ein firmenspezifisches Online-Bewerbungssystem längst den Rang abgelaufen hat. Dennoch sind sich viele Bewerber unsicher, wie eine E-Mail-Bewerbung gestaltet werden sollte, damit sie mit dem ersten Klick auch überzeugt. Denn hier wie bei einer klassischen Bewerbungsmappe gilt es, den Personalentscheider nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch anzusprechen und ihn vor allem bequem zu den wichtigen Informationen zu führen.

Schreibe kurz, und sie werden es lesen. Schreibe klar, und sie werden es verstehen. Schreibe bildhaft, und sie werden es im Gedächtnis behalten.Joseph Pulitzer

Brauche ich auch bei einer E-Mail-Bewerbung ein Anschreiben?
Selbstverständlich! Wie bei einer klassischen Bewerbung wollen Sie den Personalentscheider ja nicht nur von Ihren Fähigkeiten überzeugen, sondern auch Ihre Motivation und die Gründe für Ihr Interesse an der ausgeschriebenen Stelle darlegen. Dazu dient auch bei einer E-Mail-Bewerbung das Anschreiben.

Schreibe ich meinen Bewerbungstext direkt in die E-Mail oder füge ich einen Anhang bei?
Für beide Alternativen gibt es gute Gründe: Das Anschreiben direkt im E-Mail-Text erspart dem Adressaten, sich zunächst einen Anhang herunterladen zu müssen. Er kann sofort einen Eindruck vom Bewerber und seiner Motivation erhalten. Ein Nachteil ist jedoch, dass der Leser sofort mit vielen Informationen konfrontiert wird, die er im Augenblick gar nicht aufnehmen kann oder will. Ein kurzer Einleitungstext mit dem Hinweis auf das Anschreiben im Mailanhang gibt dem Adressaten die Möglichkeit, sich zu einem passenden Zeitpunkt in Ruhe dem Text zu widmen.

Was gehört in die Betreffzeile?
Damit der Personaler Ihre E-Mail in seinem Posteingang sofort als Bewerbung erkennt, muss die Betreffzeile auf jeden Fall die Bezeichnung der Stelle und eine eventuelle Kennziffer, sowie das Wort „Bewerbung“ enthalten. Sofern möglich, sollten Sie die Mail nicht an einen allgemeinen Postkorb sondern direkt an den zuständigen Personalentscheider senden.

Kann ich HTML-Formatierungen verwenden?
Da Sie nicht wissen, wie das System des Empfängers die Formatierungen darstellt, lassen Sie es besser. So haben Sie die Gewissheit, dass sie ein optisch vielleicht etwas nüchterneres, dafür aber sicher professionell wirkendes Schreiben an Ihren Wunscharbeitgeber senden.

Welche Höflichkeitsformen muss ich beachten?
Wie bei einer klassischen postalischen Bewerbung recherchieren Sie nach Möglichkeit zuvor den Namen des Verantwortlichen, damit Sie ihn in der E-Mail direkt ansprechen können. Achten Sie am Schluss der Bewerbung auch auf die persönliche Grußformel mit Ihrem vollen Namen.

Das Anschreiben im E-Mail-Text

Der Vorteil eines Bewerbungstextes in der E-Mail besteht in erster Linie darin, dass er sich nicht erst zu den gewünschten Informationen klicken muss. Er kann sich sofort am PC einen Eindruck bilden und erste Entscheidungen treffen. Darüber hinaus hat ein Anschreiben, das in den E-Mail-Text integriert wurde, die Vorteile

  • dass der E-Mail-Anhang eine kleinere Datenmenge umfasst,
  • Anhang und Anschreiben getrennt voneinander ausgedruckt werden können und
  • der Leser in der Regel mit weniger Text konfrontiert wird.

Das Anschreiben im Anhang

Nicht nur aufgrund der Tatsache, dass der Leser zunächst nur einen kleinen Informationstext erhält und sich dem Anschreiben später widmen kann, lohnt es sich, den Text in einem Anhang unterzubringen:

  • Ein Dokument, das später als Anhang beigefügt werden, bietet wesentlich mehr Gestaltungsmöglichkeiten als der Textkörper einer E-Mail.
  • Die Bewerbungsunterlagen und das Anschreiben bilden eine Einheit – ein Vorteil, wenn die Unterlagen elektronisch weitergeleitet werden.