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Mythos Bewerbung: Das steckt wirklich dahinter

Es liegt in der Natur des Menschen, in unsicheren Situationen nach Kontrolle zu suchen. Deshalb greifen wir gerne auf Wissen zurück, das uns eine Richtschnur für unser Verhalten geben soll. Der Wunsch nach Sicherheit führt aber auch dazu, dass wir einmal vertraute Vorstellungen nur ungern aufgeben, unabhängig von ihrem Wahrheitsgehalt. Dies ist der Ursprung der berühmten Stadtlegenden. Und auch im Bezug auf die Bewerbung gibt es zahlreiche Mythen, die den Kandidaten leicht auf das Glatteis führen können.

Aus dem Nichts entsteht eine sehr große Legende.“ Properz, römischer Dichter

Welches sind die größten Irrtümer im Bezug auf die Bewerbung?

Gerade im Bezug auf Form und Inhalt der Bewerbungsschreiben gibt es unausgesprochene Regeln, die für einen Personalentscheider wichtig sind. Einige davon sind jedoch überholt.

Gibt es auch Mythen rund um das Vorstellungsgespräch?
Selbstverständlich ranken sich auch um das Bewerbungsgespräch zahlreiche Legenden.

Online-Auftritt und Social Media: Stimmt es, dass mein Auftritt im Internet über den Job entscheidet?

Das ist eine der Legenden, die nur zum Teil ihre Berechtigung haben. Ja, ein professioneller Online-Auftritt bei XING kann sich positiv auf die Bewerbungschancen auswirken. Ebenso wie Fotos auf Instagram einen negativen Eindruck hinterlassen, die den Bewerber im Drogenrausch abbilden. Doch das sind nur einige von vielen Kriterien, die ein seriöser Entscheider in Betracht ziehen wird.

Stimmt es, dass der Personalchef nichts Privates über mich erfahren darf?

Nein. Daher ist es auch nicht schädlich, wenn auf Facebook einmal ein Bild von einer Feier mit Freunden zu sehen ist.

Die hartnäckigsten Legenden über die Bewerbung

  • Ein Motivationsschreiben gehört immer dazu.

    Nein. Eine dritte Seite kann dem Unternehmen zusätzliche Informationen geben und positiv aufgegriffen werden. Das ist aber nur dann der Fall, wenn der Bewerber bereits über ausreichend Erfahrungen verfügt, die er darstellen kann. Berufsanfänger sollten hingegen ihr Anschreiben mit Substanz füllen und auf redundante Informationen in der Bewerbung verzichten.
  • Der Lebenslauf muss auf eine DIN A4-Seite passen.

    Nein. Was eine gute Richtlinie für die meisten Bewerbungsanschreiben darstellt, engt den Spielraum bei der Darstellung des Lebenslaufes unnötig ein. Ein kurz gefasster, tabellarischer Lebenslauf wirkt überzeugend. Sein Umfang hängt von der Biografie des Bewerbers ab.
  • Bewerbungsfotos sind out.

    Nein. Wenngleich sie nach dem Gesetz nicht mehr verlangt werden können, machen sich Personalentscheider noch immer gern eine bildliche Vorstellung vom Jobkandidaten.

Welche Mythen bestehen im Bezug auf das Vorstellungsgespräch?

Gerade die Legenden rund um das Bewerbungsgespräch sorgen oft für unnötige Nervosität:

  • Ich muss perfekt wirken. – Viel wichtiger ist, dass der Kandidat authentisch ist.
  • Ich darf keine Fehler machen. – Es geht dem Personalchef nicht darum, dass Sie wie in einer Prüfung alle Fragen korrekt beantworten. Er will Sie kennenlernen und die bestmögliche Entscheidung für das Unternehmen treffen. Persönlichkeit zählt.
  • Ich muss meinen Lebenslauf begründen. – Vermutlich wird man Sie nach dem einen oder anderen Aspekt in Ihrer Biografie fragen. Daher ist es gut, wenn Sie Brüche oder Lücken glaubhaft begründen können.