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Bewerbung nach der Kündigung

Eine Kündigung durch den Arbeitgeber – egal ob selbstverschuldet oder nicht – ist immer eine unangenehme Situation. Ein Bruch im Lebensplan, eine Umorientierung, mit der man nicht gerechnet hatte, manchmal auch eine finanzielle Belastung. Möglicherweise leidet das Selbstbewusstsein darunter. In dieser Situation optimistisch in die Zukunft zu blicken, kann schwierig sein. Dennoch sollte man sich eines vor Augen halten: Eine Kündigung ist keine Seltenheit. Viele Menschen jeden Alters durchleben sie mindestens einmal in ihrem Leben – ganz gleich, in welchem Alter, in welcher Branche und auf welcher Karrierestufe sie sich befinden. Wichtig ist jetzt nur Eines: In die Zukunft zu schauen und bald die Initiative zu ergreifen.

Wir mögen die Welt kennenlernen, wie wir wollen, sie wird immer eine Tag- und eine Nachtseite behalten.Johann Wolfgang von Goethe

Will man sich nach der Kündigung neu bewerben, stellen sich viele Fragen. Vor allem geht es auch darum, einen Weg zu finden, mit der so oft als Fleck auf der weißen Weste betrachteten Kündigung umzugehen.

Muss ich die Kündigung bei der Bewerbung erwähnen?
Von sich aus müssen sie das zunächst nicht tun, wenn Sie das nicht möchten. Werden Sie allerdings danach gefragt, kommen Sie um die Wahrheit nicht herum.

Kann ich einen Grund für die Kündigung erfinden?
Nein. Auf gar keinen Fall. Eine Lüge bei der Bewerbung ist auch nach erfolgter Einstellung ein Grund für eine fristlose Kündigung.

Ich wurde wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten meines Arbeitgebers entlassen. Wie gehe ich damit um?
Da die Kündigung nicht selbstverschuldet war, wird kein künftiger Arbeitgeber an Ihrer Qualifikation zweifeln. Gehen sie entspannt an die Bewerbung und auch an das Vorstellungsgepräch heran.

Mir wurde gekündigt, weil mein Vorgesetzter mich nicht mochte. Kann ich das erwähnen?
Das sollten Sie so nicht formulieren. Es kommt immer negativ bei einem neuen Arbeitgeber an, wenn sich der ehemalige Mitarbeiter negativ äußert. Es gibt sicher eine elegantere Lösung, dies zu formulieren. Sie könnten es zum Beispiel als eine einvernehmliche Trennung darstellen.

Ich wurde gemobbt und habe es in meinem alten Team nicht mehr ausgehalten.
Sofern Sie selbst gekündigt, ohne einen neuen Arbeitsplatz in Aussicht gehabt zu haben, wird Sie ihr künftiger Chef spätestens im Vorstellungsgespräch nach dem Grund fragen. Die Suche nach neuen Perspektiven oder beruflicher Wandel klingt schon viel besser, ohne eine Lüge zu sein.

Die Kündigung im Bewerbungsschreiben und im Lebenslauf

Es ist in der Regel nicht notwendig, die Kündigung im Bewerbungsschreiben explizit zu erwähnen. Spätestens im Lebenslauf wird der Bruch jedoch sichtbar werden. Sie können einen negativen Eindruck jedoch gut vermeiden:

  • Weisen Sie nach, dass Sie die Zeit der Arbeitslosigkeit genutzt haben, um sich weiterzubilden.
  • Formulieren Sie den Sachverhalt so, dass er weniger negativ klingt: die Suche nach neuen Perspektiven, eine Neuorientierung, eine Suche nach einer neuen Herausforderung und eine einvernehmliche Trennung vom Arbeitgeber lassen die Situation wesentlich positiver erscheinen, als es das Wort Kündigung tut.
  • Bauen Sie den Lebenslauf so auf, dass der künftige Arbeitgeber zunächst von Ihren Erfolgen lesen kann. Stellen Sie das Ende des letzten Arbeitsverhältnisses an den Schluss.
  • Schreiben Sie arbeitssuchend statt arbeitslos.

Wie gehe ich im Vorstellungsgespräch mit der Kündigung um?

Entspannt und selbstbewusst. Machen Sie sich klar:

  • Durch die Kündigung haben Sie Ihre Stärken nicht verloren.
  • Kündigungen gehören zum Leben. Es kann nicht immer geradlinig aufwärts gehen.
  • Jeder Personaler hat mit Bewerbern zu tun, denen einmal gekündigt wurde. Sie sind keine Ausnahme.