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Arbeitgeberwechsel: So argumentieren Sie in der Bewerbung
Wechselmotivation – so nennen Personalrecruiter den Grund, aus dem sich ein Bewerber aus seinem alten Job heraus in ein neues Unternehmen oder auf eine neue Stelle bewirbt. Denn wenngleich es in der heutigen Zeit kaum noch eine Erwerbsbiografie ohne Jobwechsel gibt – der Wechsel der Arbeitsstelle ist immer ein einschneidender Schritt. Kein Wunder also, dass sich der künftige Arbeitgeber ganz genau dafür interessiert, weshalb ein Kandidat einen Arbeitgeberwechsel seiner Stelle anstrebt. Ist der Bewerber auf der Suche nach neuen Chancen und Perspektiven? Oder sucht er einfach nur eine Alternative, da es ihm bei seinem alten Arbeitgeber nicht mehr gefällt?

Nichts ist »ewig«, weder in der Natur noch im Menschenleben, ewig ist nur der Wechsel, die Veränderung.August Bebel

Bevor Sie den Schritt in eine neue Tätigkeit wagen, werden Sie sich selbst einige Fragen beantworten müssen. Diese können bereits die Grundlage für eine Begründung ihres Jobwechsels darstellen.

Was genau ist der Grund für Ihren Arbeitgeberwechsel?
Dies kann eine persönliche oder fachliche Weiterentwicklung sein oder aber auch Unzufriedenheit in ihrer alten Stelle. Je nach dem, wie Ihre Motivation geartet ist, macht es Sinn, sie dem Arbeitgeber genau so zu vermitteln, oder zu einer anderen Begründung zu greifen.

Haben Sie Lust auf eine neue „Herausforderung“?
Warum genau? Das ist es, was den Personaler interessiert. Alles andere sind reine Standardphrasen.

Sie möchten aus familiären Gründen wechseln?
Das ist durchaus legitim. Er kann aber zu sehr privaten Fragen führen, die nicht alle im Bewerbungsgespräch beantwortet werden müssen. Überlegen Sie sich vorher, was Sie aus ihrem Privatleben preisgeben wollen.

Es wird Zeit für einen Tapetenwechsel?
Hier könnte der Grund für den Wechsel mit der Begründung „Ich möchte eine neue Arbeitsumgebung kennen lernen.“ beschrieben werden.

Oder möchten Sie sogar in einer ganz neuen Branche arbeiten?
Auch hier gilt: Es geht dem Personaler nicht darum, warum Sie aus der alten Branche aussteigen wollen. Wichtiger ist: Was genau reizt Sie an der neuen?

Wie stelle ich den Jobwechsel in der Bewerbung am besten dar?

Die Begründung für den Wunsch, eine neue Branche oder ein neues Tätigkeitsfeld zu übernehmen, sollte bereits im Anschreiben der Bewerbung dargestellt werden. Überzeugen die Gründe, haben Sie gute Chancen, dass sich der Personalrecruiter auch Ihren Lebenslauf ansehen wird. Wichtig hierbei ist, dass es sich immer um eine Hin-zu-Bewerbung handelt: Warum interessiert mich der neue Arbeitgeber? Was reizt mich an der neuen Stelle? Wer den Eindruck vermittelt, dass er nur den Wunsch hat, seine alte Stelle zu verlassen, ist für einen neuen Arbeitgeber wenig attraktiv.

Ich habe häufige Jobwechsel in meinem Lebenslauf.

Das sogenannte Jobhopping wird in der Regel nicht gerne gesehen, wenngleich gerade in höheren Positionen ein Wechsel etwa alle drei bis vier Jahre zugunsten eines Karrieresprungs durchgeführt wird. Wer häufiger wechselt, nährt jedoch schnell Zweifel an seinen sozialen oder fachlichen Kompetenzen. Eine Lösung ist es, in der Bewerbung die inhaltlichen Zusammenhänge zwischen den ausgeführten Tätigkeiten deutlich zu machen. Oft wird auch empfohlen, die Monatsangaben zwischen den einzelnen Stationen nicht anzuführen.

Achtung, Falle beim Arbeitgeberwechsel!

 

Folgende Fehler sollten Sie bei der Bewerbung auf eine neue Arbeitsstelle unbedingt vermeiden:

  • Über den alten Chef lästern.
  • Probleme in der ehemaligen Arbeitsstelle ausbreiten.
  • Den Wunsch aussprechen, weniger Zeit auf der Arbeit zu verbringen.
  • Unbegründet Führungsverantwortung aufgeben. Dies wird häufig als Versagen interpretiert.
  • Den Wechsel lediglich mit höheren Gehaltschancen begründen.

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